Antisemitismusbeauftragter Spaenle zu geplanter Veranstaltung in Münchner Himmelfahrtskirche

„Chance vertan – einseitig propalästinensische Veranstaltung in evangelischem Gotteshaus“

MÜNCHEN. Als einseitig propalästinensisch und damit parteiisch wertet der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, die Veranstaltung mit Konzert und Diskussion in der Münchner Himmelfahrtskirche am morgigen 30. Juli. Spenden sammeln für die medizinische Versorgung von Menschen im Gazastreifen verbunden mit einem Musikkonzert sowie Redebeiträgen verdiene grundsätzlich Anerkennung. Aber das Setting der Redebeiträge mit dem Linksextremen Kerem Schamberger und der Journalistin Alena Jabarine macht deutlich: Hier geht es nicht um sachliche Information, sondern um einseitige Propaganda – und das angesichts auch des Wissens um den Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober.

Jabarine, lang selbst Mitarbeiterin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, z. B. riet auf Instagram schon einen Tag nach dem Terroranschlag der Hamas dazu: „Und auf keinen Fall die deutschen Medien konsumieren.“ Stattdessen teilte sie Al-Jazeera, der von Quatar finanziert wird. Kerem propagiert auf seinem Instagram-Account die hochumstrittene Formel „From-the-river-to the sea“ und wirft Israel einen „genozidalen Krieg“ vor.

Das sind für Dr. Spaenle keine Gesprächspartner Personen, die einen sachlichen Dialog zu dem Thema erwarten lassen. „Eine verpasste Chance. Schade, dass sich die evangelische Gemeinde nicht klarer für eine ausgewogene Information engagiert und selbst das Heft in die Hand genommen hat.“

29.07.2024Presse

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