Antisemitismusbeauftragter warnt vor Missbrauch des Gottesdienst-Begriffs
Im Umfeld der „Querdenker“ agieren Verschwörungstheoretiker und Antisemiten
Dr. Ludwig Spaenle, hat vor einem Missbrauch des Gottesdienst-Begriffs durch Gegner der Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung gewarnt. Die „Querdenker“ hätten in München bei ihrer Aktion auf der Theresienwiese durch das Pseudo-Lable „Gottesdienst“ die rechtlichen Auflagen für ihre Demo ausgehebelt. „Einem solch rechtswidrigen Vorgehen müsse der Staat wirksam entgegentreten, um die Sicherheit der Bevölkerung vor Infizierung zu schützen und um Personengruppen, in deren Umfeld immer wieder antisemitische Verschwörungstheorien propagiert würden, den Boden zu entziehen“, argumentiert Dr. Spaenle.
Der Antisemitismusbeauftragte warnt davor, dass das Beispiel der „Querdenker“ auf der Theresienwiese Schule machen könne. Antisemitismusbeauftragter Dr. Spaenle, der Mitglied des Bayerischen Landtags ist, will eine Parlamentarische Anfrage stellen, wie die Staatsregierung den Missbrauch des Gottesdienst-Begriffs verhindern will.
„Ich habe kein Verständnis, dass die Bürger eine merkliche Einschränkung ihrer Grundrechte zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus hinnehmen, aber Corona-Leugner jedes Mittel Recht ist, um sich in Szene zu setzen.“ Dr. Spaenle sieht sich im Schulterschluss mit Vertretern der christlichen Kirchen wie dem Evangelisch-Lutherischen Stadtdekan von München Bernhard Liess, die das Vorgehen der „Querdenker“ kritisieren.
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