Bayerns Antisemitismusbeauftragter richtet am 26. Juli Gedenkveranstaltung an Attentat auf israelische Mannschaft mit Ankie Spitzer aus
Ludwig Spaenle: „Wir müssen den Angehörigen der Opfer des Terroranschlags auf die israelische Nationalmannschaft 1972 eine Stimme geben“
München. Bayerns Antisemitismusbeauftragter Dr. Ludwig Spaenle hat anlässlich des Gedenkens an den Terroranschlag auf die israelische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen vor 50 Jahren eine faire Entschädigung für die Angehörigen der 11 israelischen Opfer durch die Bundesrepublik Deutschland gefordert. „50 Jahre nach dem palästinensischen Terroranschlag sind wir noch meilenweit von einem fairen Umgang entfernt. Deshalb will ich die Sprecherin der Angehörigen der ermordeten israelischen Sportler Ankie Spitzer in einer öffentlichen Veranstaltung zu Wort kommen lassen“, so Dr. Spaenle. Die Bundesrepublik Deutschland müsse die nötigen Mittel für eine Entschädigung bereitstellen. Es sei beschämend, wie die Bundesrepublik Deutschland den Mantel des Schweigens über das Versagen des Staates bei dem Attentat gebreitet habe.
Bereits im Juni hat Dr. Spaenle sich in einem Schreiben an Bundeskanzler Olaf Scholz gewandt, damit dieser den Angehörigen der Opfer Gerechtigkeit zukommen lassen solle. Auf dem Weg einer parlamentarischen Initiative im Bayerischen Landtag hat der bayerische Antisemitismusbeauftragte dieses Anliegen nochmal bekräftigt.
Bei einer ersten Veranstaltung, zu der Antisemitismusbeauftragter Dr. Spaenle und LMU-Präsident Prof. Dr. Bernd Huber eingeladen hatten, hatten Uwe Ritzer und Roman Deininger, Autoren des Buchs „Spiele des Jahrhunderts“, die Ergebnisse ihrer Recherche vorgestellt: Die palästinensischen Terroristen hatten eng mit Rechtsextremisten aus Deutschland zusammengearbeitet. Und die Polizei hatte massive Fehler gemacht.
Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, lädt in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem Bayerischen Landessportverband e.V. (BLSV) am Dienstag, 26. Juli, um 19 Uhr zu einer Veranstaltung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Geschwister-Scholl-Platz 1, München ein.
Ausführungen von Ankie Spitzer, Sprecherin der Opferfamilien der israelischen Olympiamannschaft von 1972, und Richard C. Schneider, Zeitzeuge und ehemaliger Korrespondent von BR und ARD für Israel, stehen im Mittelpunkt.
Aktuelle Beiträge
Spaenle unterstützt Lindenberg und Seybothenreuth bei Redeverbot gegen Höcke
LINDENBERG/MÜNCHEN. Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, unterstützt die Haltung der Stadt Lindenberg im Allgäu, den wegen rechtsextremistischer Äußerungen verurteilten AfD-Funktionär Björn Höcke nicht [Mehr...]
Spaenle: Drohung gegen jüdische Einrichtung in München „übel und menschenverachtend“
MÜNCHEN. Die Drohung mit einem Brief mit Munition gegen eine jüdische Einrichtung in München hat der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. [Mehr...]
Über Ländergrenzen hinweg gegen Judenhass im Sport
Hapoel Tel Aviv und Partizan Belgrad unterschreiben bei Treffen mit Spaenle die IHRA-Definition Bei der Unterzeichnung der IHRA-Definition, hintere Reihe v.l.: Dror Morag, Ludwig Spaenle, Generalkonsulin Talya Lador-Fresher, Ministerialdirektorin Tina Dangl, Robert [Mehr...]
